Ein neuer Verein bereichert Greifenburg und das Obere Drautal

fair2food ein Verein zur Förderung eines nachhaltigen Umgangs mit Lebensmitteln

„Ich finde es eine Schande, wenn wir so unachtsam mit unserem Essen umgehen und es einfach in die Tonne schmeißen!“, so Gründerin Bettina Luibl

Gerettetes Obst & Gemüse –
für den Handel unverkäuflich aber dennoch genießbar

Täglich werfen wir Tonnen von noch genießbaren Lebensmitteln einfach so in den Müll. Obst mit kleinen Druckstellen, krummes Gemüse, Waren mit abgelaufenem MHD, Produkte mit defekter Verpackung oder einfach, weil wir es nicht verbrauchen können, weil wir zu viel haben.
Darüber hinaus gibt es auch sehr große Mengen an genießbaren Lebensmitteln, welche die Lebensmittelmärkte, Bäckereien und weitere Händler entsorgen (müssen), weil wir Verbraucher jeden Tag nur schöne und frische Waren einkaufen möchten.

„Es ist ja nicht nur der Joghurtbecher für 1,- Euro, den wir achtlos in die Tonne schmeißen, sondern man sollte sich mal vor Augen führen, welchen Weg er hinter sich hat: Boden- und Ackerflächen wurden benötigt um die Kuh zu ernähren, Strom, Wasser, Energieverbrauch, die Herstellung des Plastikbechers, weite Transportwege, die menschliche Arbeitskraft, Herstellung von Maschinen, Rohstoffherstellung, Co2 Ausstoß usw… EINE ERSCHRECKEND LANGE LISTE! Und wir schmeißen ihn weg, weil ein Datum draufsteht, welches vielleicht mißverstanden wird.“

Der Verein fair2food wurde gegründet, um der Lebensmittelverschwendung mehr Aufmerksamkeit zu geben, das Bewusstsein dafür zu wecken und wertvolle Ressourcen zu schonen.
Der Vorstand besteht aus einem Team geprüfter Foodsavern, welche sich aus der internationalen foodsharing Bewegung zusammengeschlossen hatten, mit dem Ziel: LEBENSMITTEL RETTEN!
Schon sehr bald entstand das regionale Projekt
„VON DER REGION FÜR DIE REGION UND NICHT FÜR DIE TONNE“

Wöchentlich fahren die Lebensmittelretter zu den kooperierenden Betrieben in der Region und holen dort die nicht mehr verkäuflichen Waren ab, damit diesen eine 2. Chance ermöglicht wird und sie vor dem Mülltod bewahrt werden.

Lebensmittel haltbar gemacht

Dank Peter Sommer (Vermieter) und des Einsatzes von Bürgermeister Josef Brandner und den freiwilligen Helfern konnte ein öffentlich zugänglicher fair2food-Eatpoint am Hauptplatz 27 in Greifenburg eröffnet werden. Dort werden alle regional geretteten Waren gesammelt und zur Weiterverwendung verteilt.
Dieser ist jeden Donnerstag von 11.00 – 12.30 Uhr und von 17.00 – 18.30 Uhr für Jedermann geöffnet. Zum Eatpoint können überschüssige Lebensmittel z.B. Obst und Gemüse, aus dem heimischen Garten, gebracht und gerettete Waren zum Eigenverbrauch mitgenommen werden.
Auch soll dieser als regionaler Treffpunkt für alle Interessierten dienen.

„Uns ist es auch sehr wichtig, dass wir auch im engen Kontakt mit Schulen und Kindergärten stehen und gemeinsam am Thema Lebensmittelverschwendung zu arbeiten. Denn das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln fängt im Kindesalter an!“, so Gründerin Bettina Luibl.

„Wir sind kein Sozialmarkt, uns geht es rein um das Retten der Lebensmittel vor der Tonne! Deshalb darf bei uns JEDER gerettete Waren abholen, egal ob Sozialhilfeempfänger oder Millionär!“

Gib auch DU Lebensmitteln eine 2. Chance und besuche den
fair2food Eatpoint Greifenburg

„Wir sind auch keine Konkurrenz zu den Supermärkten, denn wir haben nur 1x die Woche für wenige Stunden geöffnet. Auch besteht kein Anspruch auf ausreichende und frische Waren. Es gibt Wochen, da erhalten wir sehr wenig, was uns natürlich freut, denn dann wurde wirtschaftlich gehandelt. Wir geben nur die Lebensmittel weiter, welche wir von unseren Partnern erhalten und retten. Wir kooperieren mit den Lebensmittelmärkten und Erzeugern aus der Region Hand in Hand. Gemeinsam können wir so Lebensmittelmüllberge vermeiden und nachhaltig handeln.“

Alle Foodsaver des Vereins fair2food arbeiten ehrenamtlich und die Lebensmittel werden aus Selbstverständnis bedingungslos weitergegeben. Deshalb ist der Verein auf Sponsoren und Unterstützer angewiesen. Es werden Spenden benötigt für Kühlgeräte, Sprit und Betriebskosten, für Werbematerial und Öffentlichkeitsarbeit.

Wer den Verein unterstützen möchte, findet weiter Informationen auf www.fair2food.at

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